WhatsApp’tan para isteyen gerçekten yakınınız mı? Av. Aylin Esra Eren — 10 soru ve cevap

Ist die Person, die auf WhatsApp Geld verlangt, wirklich jemand, den Sie kennen? — Rechtsanwältin Aylin Esra Eren

Rechtsanwältin Aylin Esra Eren

Name und Foto auf WhatsApp beweisen für sich allein nicht die Identität des Absenders. Rechtsanwältin Aylin Esra Eren erläutert Kontoübernahmen, das Vortäuschen der Identität von Bekannten, Geldtransfers und die Rechte der Betroffenen in 10 Fragen.

Welche Methode verfolgen Betrüger, die über WhatsApp Geld von unseren Angehörigen verlangen?

Eine der Methoden, auf die man in letzter Zeit achten sollte, ist die Übernahme von WhatsApp-Konten oder die Erstellung von Konten, die die Identität von Bekannten vortäuschen.

Betrüger können unter Verwendung des Profilfotos und des Namens der Person Nachrichten an Freunde, Familienmitglieder und Geschäftspartner senden. Wenn das Konto tatsächlich kompromittiert wurde, können sie auch versuchen, durch die Verwendung von Anredeformen und persönlichen Details, die sie aus früheren Kommunikationen gelernt haben, Vertrauen aufzubauen.

Sie können beispielsweise Personen aus dem engsten Umfeld mit einer Form ansprechen, die die Person ständig verwendet, und Nachrichten wie "Schatz, ich muss dringend eine Zahlung leisten", "Ich kann gerade nicht auf mein Konto zugreifen, ich schicke dir eine IBAN" oder "Ich zahle es in Kürze zurück, kannst du mir helfen?" versenden.

Das Ziel hierbei ist es, den Verdacht der anderen Partei zu verhindern und eine schnelle Entscheidung herbeizuführen. Der wichtigste Punkt, den unsere Bürger wissen müssen, ist, dass der auf WhatsApp angezeigte Name und das Foto nicht beweisen, dass die Person, die die Nachricht sendet, tatsächlich diese Person ist.

Wie übernehmen Betrüger das WhatsApp-Konto einer Person?

Dafür gibt es verschiedene Methoden. Nutzerinformationen können durch gefälschte Links abgegriffen werden, Verifizierungscodes können durch verschiedene Social-Engineering-Methoden von Personen erlangt werden, oder es kann Zugriff auf die Geräte der Benutzer erlangt werden.

Man sollte besonders vorsichtig gegenüber Personen sein, die sich als WhatsApp-Supportteam, Bankmitarbeiter oder Angestellte einer anderen Institution ausgeben.

Eine weitere Methode besteht darin, statt das Konto der Person zu übernehmen, ein gefälschtes Konto unter Verwendung einer anderen Telefonnummer und unter Nutzung ihres Fotos und Namens zu erstellen.

Daher müssen Sie bei jeder Geldforderung zunächst überprüfen, ob das Konto wirklich Ihrem Angehörigen gehört.

Welche Straftatbestände kommen in Betracht, wenn das WhatsApp-Konto einer Person übernommen und von deren Angehörigen Geld verlangt wird?

Je nachdem, wie sich der Vorfall ereignet hat, können mehrere Straftaten vorliegen.

Artikel 243 des türkischen Strafgesetzbuches regelt die Straftat des rechtswidrigen Eindringens in ein IT-System oder das Verbleiben darin. In Fällen wie der Beeinträchtigung des Systembetriebs oder der Datenänderung kann auch Artikel 244 in Betracht kommen.

Werden Menschen über das übernommene Konto getäuscht und dadurch zur Überweisung von Geld veranlasst, ist der Straftatbestand des Betrugs zu prüfen. Betrug unter Verwendung von IT-Systemen kann qualifizierten Betrug nach Artikel 158/1-f des türkischen Strafgesetzbuches darstellen.

Die rechtliche Natur jedes Vorfalls wird jedoch nach den jeweiligen Umständen bestimmt. Kontoübernahme, Erstellung gefälschter Konten, Geldüberweisung und die Verwendung personenbezogener Daten müssen separat geprüft werden.

Kann eine Person, die aufgrund von Betrug Geld gesendet hat, ihr Geld zurückerhalten?

Das Opfer hat das Recht, rechtliche Schritte einzuleiten und den Ersatz seines Schadens zu fordern. Es ist jedoch nicht möglich zu sagen, dass das Geld definitiv zurückerhalten wird.

Zunächst muss, sobald bemerkt wird, dass Geld gesendet wurde, die Bank kontaktiert, die Transaktion gemeldet und die Stoppung oder, falls möglich, der Rückruf der Überweisung beantragt werden.

Zugleich sollte man sich an die Polizei oder die Staatsanwaltschaft wenden, damit das Empfängerkonto ermittelt, die Kontobewegungen untersucht und nötigenfalls vorläufige Sicherungsmaßnahmen in Bezug auf die betreffenden Konten geprüft werden können.

Zeit ist hier von entscheidender Bedeutung. Da durch Betrug erlangte Gelder in kurzer Zeit auf andere Konten übertragen werden können, muss unverzüglich gehandelt werden.

Wohin sollte sich eine über WhatsApp betrogene Person wenden?

Zunächst sollte unverzüglich Kontakt mit der Bank aufgenommen und die Transaktion dokumentiert werden. Anschließend kann bei der Polizeidienststelle, der Gendarmerie oder direkt bei der Staatsanwaltschaft Strafanzeige erstattet werden.

Bei der Antragsstellung müssen folgende Beweismittel gesichert werden:

  • Für betrügerische Zwecke gesendete WhatsApp-Nachrichten,
  • Die Telefonnummer und Profilinformationen, von denen die Nachrichten stammen,
  • Die IBAN, an die Geld gesendet wurde, sowie Informationen zum Kontoinhaber,
  • Bankbelege und Transaktionsdaten,
  • Telefonanrufprotokolle und gegebenenfalls Sprachnachrichten,
  • Sonstige Korrespondenz und Screenshots bezüglich des Betrugs.

Es ist wichtig, neben Screenshots insbesondere die Originalkorrespondenz und digitale Aufzeichnungen aufzubewahren. Denn während der Ermittlungsphase kann es erforderlich sein, digitale Daten zu verifizieren und die entsprechenden Konten zu ermitteln.

Wenn Verwandte einer Person, deren WhatsApp-Konto kompromittiert wurde, betrogen werden, wird dann auch der Kontoinhaber zur Verantwortung gezogen?

Diesbezüglich muss eine wichtige Unterscheidung getroffen werden.

Die Tatsache, dass das WhatsApp-Konto einer Person kompromittiert wurde und über dieses Konto andere betrogen werden, bedeutet nicht automatisch, dass der Kontoinhaber schuldig oder verantwortlich ist.

Im Strafrecht gilt der Grundsatz der persönlichen strafrechtlichen Verantwortlichkeit. Zu prüfen ist, ob die Person an der Betrugshandlung beteiligt war, ob sie davon wusste, ob und mit welchem Vorsatz sie handelte und welche sonstigen Umstände im konkreten Fall vorlagen.

Die Person, deren Konto übernommen wurde, kann ebenfalls Opfer dieser Situation sein. Daher ist es wichtig, dass sie Anzeige erstattet, die Plattform benachrichtigt und ihre Verwandten warnt, sobald sie merkt, dass ihr Konto unbefugt genutzt wird.

Wenn die IBAN, an die Betrüger Geld senden lassen wollen, einer anderen Person gehört, wird dann auch dieser Kontoinhaber als Straftäter angesehen?

Die Tatsache, dass das Bankkonto einer anderen Person gehört, hebt deren rechtliche Haftung nicht automatisch auf, bedeutet jedoch auch nicht, dass sie automatisch schuldig ist.

Es muss untersucht werden, zu welchem Zweck das Konto genutzt wurde, ob der Kontoinhaber von der Betrugsaktivität wusste, ob er wissentlich bei Geldüberweisungen vermittelt hat und welchen Vorteil er erlangt hat.

Insbesondere Personen, die ihr Bankkonto gegen Provision von Dritten nutzen lassen, können mit ernsthaften rechtlichen Risiken konfrontiert werden.

Unsere Bürger sollten keinesfalls zulassen, dass andere ihre Bankkonten, Karten, Mobile-Banking-Daten und Bestätigungscodes nutzen.

Wie kann eine Person ihr Konto zurückerhalten, falls ihr WhatsApp-Konto übernommen wird?

Zunächst muss der offizielle Kontowiederherstellungsprozess von WhatsApp genutzt werden.

Die Person sollte sich mit der eigenen Telefonnummer erneut registrieren und den per SMS oder Telefonanruf zugesandten sechsstelligen Bestätigungscode eingeben. Dadurch können Sitzungen auf anderen Geräten, die das Konto nutzen, beendet werden.

Nicht erkannte Sitzungen im Bereich der verknüpften Geräte sollten ebenfalls überprüft und beendet werden. Darüber hinaus sollte die Bestätigung in zwei Schritten aktiviert, die Sicherheit des E-Mail-Kontos überprüft und keine Transaktionen über verdächtige Links vorgenommen werden.

Wenn infolge der Kontoübernahme Geld von Verwandten gefordert wurde, reicht es nicht aus, das Konto einfach nur zurückzuholen. Der Vorfall muss zudem in seiner rechtlichen und strafrechtlichen Dimension bewertet werden.

Worauf sollten Bürger achten, um sich vor dieser Betrugsmethode zu schützen?

Unsere wichtigste Regel sollte sein: Betrachten Sie keine Geldanfrage über WhatsApp allein anhand des Namens und Fotos des Absenders als verifiziert.

Ich empfehle insbesondere folgende Vorsichtsmaßnahmen:

  1. Verifizieren Sie die Person, die nach Geld fragt, indem Sie einen normalen Anruf über deren gespeicherte alte Telefonnummer tätigen.
  2. Seien Sie vorsichtig gegenüber Druck, dringend Geld zu senden.
  3. Geben Sie den sechsstelligen Bestätigungscode von WhatsApp an niemanden weiter.
  4. Aktivieren Sie die Bestätigung in zwei Schritten.
  5. Klicken Sie nicht auf Links, die Sie nicht kennen.
  6. Überprüfen Sie regelmäßig die verknüpften Geräte auf WhatsApp.
  7. Bestätigen Sie verdächtige Geldanfragen von Ihren Angehörigen über einen anderen Kommunikationskanal.

Außerdem kann es eine zusätzliche Vorsichtsmaßnahme sein, eine Bestätigungsfrage oder ein Sicherheitswort festzulegen, das nur nahen Angehörigen bekannt ist.

Was ist Ihre wichtigste rechtliche Warnung bei diesen Vorfällen?

Methoden des Cyberbetrugs bestehen längst nicht mehr nur aus gefälschten Nachrichten. Auch das Vertrauen, das Menschen einander entgegenbringen, wird missbraucht.

Die Verwendung des Fotos, Namens und der Kontaktdaten einer Person bedeutet nicht, dass diese Person die Nachricht tatsächlich gesendet hat. Daher muss insbesondere bei Geldüberweisungsanfragen unbedingt eine zweite Verifizierung durchgeführt werden.

Bürger, die Betrug ausgesetzt sind, sollten aus Scham oder Zurückhaltung nicht auf eine Anzeige verzichten. Bankunterlagen, Nachrichteninhalte und digitale Spuren können für die Ermittlungen von Bedeutung sein.

Es darf nicht vergessen werden, dass der erste Schritt zur Sicherheit in der digitalen Welt darin besteht, die Identität unseres Gegenübers zu überprüfen. Eine wenige Minuten dauernde Kontrolle kann schwerwiegende finanzielle Verluste verhindern.

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