Kilometresi düşürülmüş araç satmak dolandırıcılık suçu oluşturabilir mi? — Av. Aylin Esra Eren

Kann der Verkauf eines Fahrzeugs mit manipuliertem Kilometerstand Betrug darstellen?

Kurzinfo: In einem Verfahren wegen des Vorwurfs, der Kilometerstand eines Gebrauchtwagens sei manipuliert worden, hob der Kassationshof die Einstellung des Verfahrens auf. Diese war mit der Begründung erfolgt, ‘der Käufer hätte die Kilometerstandsdaten selbst abfragen können’.

Die Beschwerde eines Gebrauchtwagenkäufers, der später erfahren hatte, dass der Kilometerstand des Fahrzeugs zurückgedreht worden sein soll, warf eine wichtige strafrechtliche Frage auf. Der 11. Strafsenat des Kassationshofs stellte fest, dass die Möglichkeit des Käufers, frühere Daten abzufragen, für sich genommen den Betrugsverdacht nicht ausräumt. Zu untersuchen seien die Fahrzeughistorie, die Gutachtenangaben, der Marktwert und die Art und Weise, wie der Kilometerstand manipuliert wurde.

Rechtsanwältin Aylin Esra Eren erläuterte, unter welchen Voraussetzungen bei Gebrauchtwagenverkäufen strafrechtliche Verantwortung entstehen kann.

Frage: Ist der Verkauf eines Fahrzeugs mit manipuliertem Kilometerstand automatisch Betrug?

Rechtsanwältin Aylin Esra Eren: Ein wahrheitswidrig angegebener Kilometerstand ist ein wichtiger Umstand. Für eine strafrechtliche Verantwortung müssen jedoch die gesetzlichen Tatbestandsmerkmale des Betrugs im konkreten Fall erfüllt sein. Täuschungshandlung, Irrtumserregung, Schaden und rechtswidriger Vermögensvorteil sind gemeinsam zu prüfen. Daher wäre es nicht richtig, jede Streitigkeit über den Kilometerstand automatisch als Betrug einzustufen.

Frage: Verliert der Käufer seine Rechte, wenn er die Kilometerstandsdaten vor dem Kauf nicht überprüft hat?

Rechtsanwältin Aylin Esra Eren: Dass der Käufer keine Überprüfung vorgenommen hat, macht es nicht entbehrlich zu untersuchen, ob der Verkäufer täuschend gehandelt hat. Ein wichtiger Aspekt der Entscheidung des Kassationshofs ist, dass die Einstellung der strafrechtlichen Ermittlungen nicht allein mit der Begründung als ausreichend angesehen wurde, der Käufer hätte eine Abfrage vornehmen können. Ob ein Betrug vorliegt, muss jedoch anhand der Ermittlungen festgestellt werden.

Frage: Welche Unterlagen sollte man beim Autokauf aufbewahren?

Rechtsanwältin Aylin Esra Eren: Aufbewahrt werden sollten ein Screenshot des Inserats, der Kaufvertrag, das Fahrzeuggutachten, Zahlungsbelege, Kilometerstands- und Prüfberichte sowie der Schriftwechsel mit dem Verkäufer. Da wegen eines Mangels am Fahrzeug ein Zivilverfahren oder ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren in Betracht kommen kann, ist es wichtig, die Unterlagen zu sichern.

Zurück zum Blog