Scheidungsantrag wegen emotionaler Gewalt
Ist eine Scheidung wegen emotionaler Gewalt möglich?
Die Scheidung aufgrund von emotionaler Gewalt gewährt dem Ehepartner, der psychischem Druck ausgesetzt ist, das Recht auf eine Klage. Wenn ein Ehepartner ständig beleidigt, wird die Beziehung geschädigt. Zeigt die Gegenseite ein herabwürdigendes Verhalten, sinkt das Vertrauen. Ein Partner, der ständig Vorwürfe erhebt, schwächt das Eheband. Aus diesem Grund kann einer der Ehepartner die Scheidung einreichen.
Das türkische Zivilgesetzbuch regelt das Recht auf Scheidung. Wenn die eheliche Lebensgemeinschaft schwer geschädigt ist, können die Ehepartner das Gericht anrufen. Zudem erschüttert intensiver psychischer Druck die eheliche Einheit schwerwiegend. Daher berücksichtigt der Richter den Scheidungsantrag.
Wie wird die eheliche Einheit erschüttert?
Art. 166 des türkischen Zivilgesetzbuches räumt den Ehepartnern wichtige Rechte ein. Wenn es den Eheleuten unzumutbar wird, das gemeinsame Leben fortzusetzen, können sie die Scheidung einreichen.
Ständige Beleidigungen stören den Frieden. Herabwürdigende Worte mindern das Vertrauen. Unterdrückerisches Verhalten zehrt an der Beziehung. Zudem schwächt Lieblosigkeit die emotionale Bindung.
Manche Ehepartner zeigen intensive Eifersucht. Einige Personen isolieren ihren Partner vom sozialen Umfeld. Gelegentlich übt einer der Partner ständige Kritik aus. Infolgedessen üben diese Verhaltensweisen einen ernsten Druck auf die Ehe aus.
Verletzt emotionale Gewalt die Treuepflicht?
Art. 185 des türkischen Zivilgesetzbuches auferlegt den Ehegatten eine Treuepflicht. Die Ehepartner müssen sich gegenseitig unterstützen. Die Parteien müssen das gemeinsame Leben zusammen fortführen.
Jedoch stören bestimmte Verhaltensweisen die Ordnung der Ehe. Ein Partner, der ständig demütigt, zermürbt die andere Seite. Wer intensiven Druck ausübt, schadet der Beziehung. Darüber hinaus schwächen lieblose Verhaltensweisen das Eheband.
Wenn zum Beispiel ein Ehepartner ständig Vorwürfe macht, fühlt sich der andere psychisch unter Druck gesetzt. Auch wenn eine Partei die Kommunikation verweigert, nimmt die Ehe Schaden.
Was sind Verhaltensweisen emotionaler Gewalt?
Das Gericht prüft in jedem Einzelfall die Umstände separat. Dennoch treten einige Verhaltensweisen häufig auf:
- Ständige Beleidigungen
- Äußern von demütigenden Worten
- Ständiges Vorwürfe machen
- Unterdrückerisches Verhalten zeigen
- Vom sozialen Umfeld isolieren
- Desinteressiertes Verhalten
- Den Partner allein lassen
Diese Verhaltensweisen schwächen im Laufe der Zeit die eheliche Bindung.
Wie geht der Kassationsgerichtshof (Yargıtay) mit emotionaler Gewalt um?
Der Kassationsgerichtshof betrachtet psychischen Druck als einen wesentlichen Grund für ein Verschulden. Wenn ein Ehepartner das gemeinsame Leben unzumutbar macht, steigen die Erfolgsaussichten für eine Scheidung.
Zum Beispiel bewertet der Kassationsgerichtshof in einigen Fällen die Partei, die intensiven Druck ausübt, als schuldig. Zudem bürden die Gerichte dem Partner, der sich dem Zusammenleben verweigert, eine höhere Verantwortung auf.
Daher beeinflusst das Verhalten der Parteien direkt das Ergebnis des Verfahrens.
Fazit
Die Scheidung aufgrund von emotionaler Gewalt bietet dem Ehepartner, der unter intensivem psychischen Druck leidet, eine starke rechtliche Möglichkeit. Ständige Beleidigungen, Herabwürdigung, Lieblosigkeit oder unterdrückerisches Verhalten schwächen das Eheband schwerwiegend. Deshalb sollten die Ehegatten die Bedingungen des Einzelfalls sorgfältig prüfen.
Für detaillierte Informationen nehmen Sie bitte Kontakt auf!